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| Vorbericht Ausstellung Christel Haag in der Galerie-Jung - von W. Meyer - veröffentlicht auf Suite 101
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Vielschichtiges im Lagerhaus
12.08.2011 wilhelm meyer - veröffentlicht auf Suite101
http://www.suite101.de/content/vielschichtiges-im-lagerhaus-a120660?template=article_print.cfm
„Unter der Oberfläche" ist eine Ausstellung, in der die Kreuznacher Malerin Christel Haag eine neue Fascette ihrer Arbeit zeigt
Die Kreuznacher Malerin Christel Haag in der Odernheimer Galerie Jung
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„Unter der Oberfläche“ ist der Titel der kommenden Ausstellung mit aktuellen Bildern der Kreuznacher Malerin Christel Haag, die zwischen dem 14. und 28. August in der Galerie Jung, im Lagerhaus Hinterhausen zu sehen sein wird. Damit ist Haag nach ihrer Ausstellung in der Winzergenossenschaft Meddersheim nach gerade einmal zwei Monaten ein zweites Mal in umfangreichem Maße präsent. Doch die neue Ausstellung zeigt durchaus anderes, Neues der Künstlerin.
Wie der Titel „Unter der Oberfläche“ sagt, muss in Haags Malerei etwas erkennbar werden, das in einer tieferen Schicht liegt, im Bild wie im Menschen. Wer das zeigen will, darf freilich nicht dick auftragen. Die Schichten ihrer Bilder sind durchlässiger, transparenter geworden. Keine Schicht im Bild verdeckt mehr die vorhergegangene zur Gänze. Immer scheint durch, was vorher war und zwischen den Schichten entstehen Spannungen eine Geschichte wird ablesbar.
Wandel der Maltechniken
Haag bevorzugt das Malen mit Akrylfarben. Öl, so hat sie erfahren, ist einfach zu langwierig. Nach Bedarf greift sie freilich auf Mischtechniken zurück. So sind es nicht mehr ganz deckende Farbaufträge, auf die als letzte Schicht, wie bei Ihrer Arbeit „Du“ auch einmal Striche direkt aus der Tube, fast wie eine Aufschrift, hinzu kommen. In diesem Bild scheinen poppige Farben durch eine über sie gezogene Weißschicht hindurch, so als ob Teile einer Geschichte hätten ausgelöscht werden sollen. Wie ein Einhalten, selbst Einschreiten in einen solchen Prozess des Auslöschens wirkt dann die kräftige, direkt aus der Tube gepresste Schrift. Das fast übermalte unterste Rot taucht wieder auf, wird trotzig wieder hervorgeholt „Du bist wichtig“ steht da.
Biografisches trotz Abstraktion
Nicht allein die Schrift im Bild, die Haag, wenn auch spärlich, verwendet, weist auf biografische Anknüpfungen. Beruflich nämlich hatte die studierte Germanistin eher mit Worten als mit Bildern zu tun. So zeigen die Bildtitel eine enorme sprachliche Treffsicherheit. Sie geben witzige, meist selbst mehrschichtige Bedeutungen hinzu. Ob "Eisberge auf Feuerland", "Rollerfahrt mit Hase", "Sonnengrün", "Sort of Communication" oder "Swinging Aliens", beim Betrachter macht es mitunter Klick: „Ja, Stimmt, Genau!“ und das obwohl Haag weitgehend abstrakt malt. Und dann ist da ein Titel wie "Bedeckter Vollmond". Das lässt, an eines der berühmtesten deutschen Gedichte denken: an Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“. Auch das Abendlied verrät schließlich, wie man sehen kann, was nicht auf der Oberfläche erscheint.
http://www.galerie-jung.com
Die Vernissage ist am Sonntag, dem 14.8. um 11 Uhr. Die Öffnungszeiten: Täglich von 16 bis 19 Uhr, Sa / So von 14 - 19 Uhr. Auf Wunsch sind weitere Termine möglich: 06755-9699941
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Foto W. Meyer - Christel Haag in der Galerie-Jung
Vielschichtiges im Lagerhaus
12.08.2011 wilhelm meyer - veröffentlicht auf Suite101
http://www.suite101.de/content/vielschichtiges-im-lagerhaus-a120660?template=article_print.cfm
„Unter der Oberfläche" ist eine Ausstellung, in der die Kreuznacher Malerin Christel Haag eine neue Fascette ihrer Arbeit zeigt
Die Kreuznacher Malerin Christel Haag in der Odernheimer Galerie Jung
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„Unter der Oberfläche“ ist der Titel der kommenden Ausstellung mit aktuellen Bildern der Kreuznacher Malerin Christel Haag, die zwischen dem 14. und 28. August in der Galerie Jung, im Lagerhaus Hinterhausen zu sehen sein wird. Damit ist Haag nach ihrer Ausstellung in der Winzergenossenschaft Meddersheim nach gerade einmal zwei Monaten ein zweites Mal in umfangreichem Maße präsent. Doch die neue Ausstellung zeigt durchaus anderes, Neues der Künstlerin.
Wie der Titel „Unter der Oberfläche“ sagt, muss in Haags Malerei etwas erkennbar werden, das in einer tieferen Schicht liegt, im Bild wie im Menschen. Wer das zeigen will, darf freilich nicht dick auftragen. Die Schichten ihrer Bilder sind durchlässiger, transparenter geworden. Keine Schicht im Bild verdeckt mehr die vorhergegangene zur Gänze. Immer scheint durch, was vorher war und zwischen den Schichten entstehen Spannungen eine Geschichte wird ablesbar.
Wandel der Maltechniken
Haag bevorzugt das Malen mit Akrylfarben. Öl, so hat sie erfahren, ist einfach zu langwierig. Nach Bedarf greift sie freilich auf Mischtechniken zurück. So sind es nicht mehr ganz deckende Farbaufträge, auf die als letzte Schicht, wie bei Ihrer Arbeit „Du“ auch einmal Striche direkt aus der Tube, fast wie eine Aufschrift, hinzu kommen. In diesem Bild scheinen poppige Farben durch eine über sie gezogene Weißschicht hindurch, so als ob Teile einer Geschichte hätten ausgelöscht werden sollen. Wie ein Einhalten, selbst Einschreiten in einen solchen Prozess des Auslöschens wirkt dann die kräftige, direkt aus der Tube gepresste Schrift. Das fast übermalte unterste Rot taucht wieder auf, wird trotzig wieder hervorgeholt „Du bist wichtig“ steht da.
Biografisches trotz Abstraktion
Nicht allein die Schrift im Bild, die Haag, wenn auch spärlich, verwendet, weist auf biografische Anknüpfungen. Beruflich nämlich hatte die studierte Germanistin eher mit Worten als mit Bildern zu tun. So zeigen die Bildtitel eine enorme sprachliche Treffsicherheit. Sie geben witzige, meist selbst mehrschichtige Bedeutungen hinzu. Ob "Eisberge auf Feuerland", "Rollerfahrt mit Hase", "Sonnengrün", "Sort of Communication" oder "Swinging Aliens", beim Betrachter macht es mitunter Klick: „Ja, Stimmt, Genau!“ und das obwohl Haag weitgehend abstrakt malt. Und dann ist da ein Titel wie "Bedeckter Vollmond". Das lässt, an eines der berühmtesten deutschen Gedichte denken: an Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“. Auch das Abendlied verrät schließlich, wie man sehen kann, was nicht auf der Oberfläche erscheint.
http://www.galerie-jung.com
Die Vernissage ist am Sonntag, dem 14.8. um 11 Uhr. Die Öffnungszeiten: Täglich von 16 bis 19 Uhr, Sa / So von 14 - 19 Uhr. Auf Wunsch sind weitere Termine möglich: 06755-9699941
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Foto W. Meyer - Christel Haag in der Galerie-Jung
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