Galerie-Jung

Ausstellungen

und Online-Präsentationen

Walter Jung

Tel. 06755-9691943

info@wjung.de

Hinterhausen 17 - Lagerhaus

55571 Odernheim am Glan

Deutschland

www.galerie-jung.com

 


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Freitag, 14. Dezember 2018
Presseberichte » Presse 2012 » Liesl Klören mit Farben von Riesling und Burgunder  
Allgemeine Zeitung 3.11.2012

Mit Farben von Riesling und Burgunder

03.11.2012 - ODERNHEIM

Von Wilhelm Meyer

AUSSTELLUNG Odernheimer Galerie Jung präsentiert unter dem Titel „Jahreszeiten“ Werke der Winzerin Liesel Klören

Mit der Malerin Liesel Klören hat die Landschaft der Nahe eine Chronistin. Diesen Beweis, so scheint es, will die Odernheimer Galerie Jung erbringen. In ihrer Ausstellung unter dem Titel „Jahreszeiten“, die am Sonntag, 4. November, um 11.15 Uhr mit der Vernissage eröffnet, zeigt die Galerie ausschließlich Bilder dieser Nahe-Landschaft.

In glühenden Farben präsentieren sich die Jahreszeiten. Offen zu allen Seiten wirkt die Landschaft. So offen, dass Klören, wie sie erzählt, mitunter kein Ende des Malens finden kann. Sie beginnt mit einer Leinwand. Doch dann geht es einfach so weiter. Eine nächste Leinwand wird angelegt, noch eine. Mal zu den Seiten, mal in Höhe oder Tiefe. Waldwipfel werden porträtiert, die wollen plötzlich nicht mehr so in der Luft hängen. „Gib uns unsere Füße“, scheinen sie von ihrer Malerin zu fordern. Ein Hügel ruft nach seinem Nachbarhügel. Der muss auch noch drauf!

Das Beste jedoch ist, dass auch die Jahreszeiten ihre Forderungen haben. Der Herbst mag nicht ohne Sommer, der nicht ohne Frühling und wer vermöchte es dann den Winter auszuschließen. Da ist es eben eine Landschaft, die die Farben all ihrer Jahreszeiten in sich hat, doch jede auf ihrer eigenen Leinwand. Wer sie zusammen gesehen hat, möchte sie so leicht nicht auseinandernehmen. Aber es geht, da stehe jedes Bild für sich, meint Klören und einige in der Ausstellung separierte Jahreszeiten treten den Beweis auch an.

Doch es ist freilich auch eine Form des Pragmatismus. Nicht jeder hat die Wände, die solche zusammengewachsene Landschaften bräuchten. In der Galerie Jung gibt es sie. Ein guter Ort, sie zusammen kennenzulernen.

Klören ist Winzerin. Mit ihrem Mann Michael hat sie ihr Weingut in Laubenheim aufgebaut. „Draußen“, das macht sie, erläutert Michael Klören. Da werden dem Betrachter die Farben plötzlich klarer. Weinberge im Herbst, wenn die Sonne durch einen dunkelverhangenen Wolkenhimmel bricht und die Blätter der Rebstöcke ins Glühen bringt, Farben von Riesling und Burgunder.

Einen Skizzenblock habe sie immer dabei erzählt Klören und holt ihn hervor. Da findet sich alles notiert. Doch vor allem die Farben. Das sind keine Federzeichnungen, Umrisse, zu denen sich der Rest im Atelier, Klören sagt „Werkstatt“ fände. Der Herbst war in diesem Jahr sehr intensiv, sagt Klören. Das Skizzenbuch zeugt davon.

Meer und Himmel getrennt

Aber es sind nicht allein Weinberge. Da sind rapsflirrende Hänge, grüneingefasst, mit tiefgrüner Diagonale. Der Horizont verschwindet nach oben, mischt sich kaum noch ein. Sein Tiefblau korrespondiert mit seinem Gegenstück am unteren Rand. Landschaft bleibt das, konzentriert in Farben aber auch aus der Gewohnheit des Betrachters, wie ein waagrechter Strich auf einem Blatt plötzlich das Meer vom Himmel trennt.

Doch selbstverständlich zeigen die Farben Eigenständigkeit. Wald und Raps mischen sich nicht, Grün und Gelb schon. Und da ist noch der Winter. Kaum Spuren von Weiß sind da zu entdecken. Der kommt violett, ganz nach den Regeln des Farbkreises als Komplementärkontrast zum Gelb des Frühlings daher. Die Farben dieser Landschaften haben sich selbstständig gemacht.

Mit Farben von Riesling und Burgunder

03.11.2012 - ODERNHEIM

Von Wilhelm Meyer

AUSSTELLUNG Odernheimer Galerie Jung präsentiert unter dem Titel „Jahreszeiten“ Werke der Winzerin Liesel Klören

Mit der Malerin Liesel Klören hat die Landschaft der Nahe eine Chronistin. Diesen Beweis, so scheint es, will die Odernheimer Galerie Jung erbringen. In ihrer Ausstellung unter dem Titel „Jahreszeiten“, die am Sonntag, 4. November, um 11.15 Uhr mit der Vernissage eröffnet, zeigt die Galerie ausschließlich Bilder dieser Nahe-Landschaft.

In glühenden Farben präsentieren sich die Jahreszeiten. Offen zu allen Seiten wirkt die Landschaft. So offen, dass Klören, wie sie erzählt, mitunter kein Ende des Malens finden kann. Sie beginnt mit einer Leinwand. Doch dann geht es einfach so weiter. Eine nächste Leinwand wird angelegt, noch eine. Mal zu den Seiten, mal in Höhe oder Tiefe. Waldwipfel werden porträtiert, die wollen plötzlich nicht mehr so in der Luft hängen. „Gib uns unsere Füße“, scheinen sie von ihrer Malerin zu fordern. Ein Hügel ruft nach seinem Nachbarhügel. Der muss auch noch drauf!

Das Beste jedoch ist, dass auch die Jahreszeiten ihre Forderungen haben. Der Herbst mag nicht ohne Sommer, der nicht ohne Frühling und wer vermöchte es dann den Winter auszuschließen. Da ist es eben eine Landschaft, die die Farben all ihrer Jahreszeiten in sich hat, doch jede auf ihrer eigenen Leinwand. Wer sie zusammen gesehen hat, möchte sie so leicht nicht auseinandernehmen. Aber es geht, da stehe jedes Bild für sich, meint Klören und einige in der Ausstellung separierte Jahreszeiten treten den Beweis auch an.

Doch es ist freilich auch eine Form des Pragmatismus. Nicht jeder hat die Wände, die solche zusammengewachsene Landschaften bräuchten. In der Galerie Jung gibt es sie. Ein guter Ort, sie zusammen kennenzulernen.

Klören ist Winzerin. Mit ihrem Mann Michael hat sie ihr Weingut in Laubenheim aufgebaut. „Draußen“, das macht sie, erläutert Michael Klören. Da werden dem Betrachter die Farben plötzlich klarer. Weinberge im Herbst, wenn die Sonne durch einen dunkelverhangenen Wolkenhimmel bricht und die Blätter der Rebstöcke ins Glühen bringt, Farben von Riesling und Burgunder.

Einen Skizzenblock habe sie immer dabei erzählt Klören und holt ihn hervor. Da findet sich alles notiert. Doch vor allem die Farben. Das sind keine Federzeichnungen, Umrisse, zu denen sich der Rest im Atelier, Klören sagt „Werkstatt“ fände. Der Herbst war in diesem Jahr sehr intensiv, sagt Klören. Das Skizzenbuch zeugt davon.

Meer und Himmel getrennt

Aber es sind nicht allein Weinberge. Da sind rapsflirrende Hänge, grüneingefasst, mit tiefgrüner Diagonale. Der Horizont verschwindet nach oben, mischt sich kaum noch ein. Sein Tiefblau korrespondiert mit seinem Gegenstück am unteren Rand. Landschaft bleibt das, konzentriert in Farben aber auch aus der Gewohnheit des Betrachters, wie ein waagrechter Strich auf einem Blatt plötzlich das Meer vom Himmel trennt.

Doch selbstverständlich zeigen die Farben Eigenständigkeit. Wald und Raps mischen sich nicht, Grün und Gelb schon. Und da ist noch der Winter. Kaum Spuren von Weiß sind da zu entdecken. Der kommt violett, ganz nach den Regeln des Farbkreises als Komplementärkontrast zum Gelb des Frühlings daher. Die Farben dieser Landschaften haben sich selbstständig gemacht.

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