Galerie-Jung

Ausstellungen

und Online-Präsentationen

Walter Jung

Tel. 06755-9691943

info@wjung.de

Hinterhausen 17 - Lagerhaus

55571 Odernheim am Glan

Deutschland

www.galerie-jung.com

 


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Freitag, 14. Dezember 2018
Presseberichte » Presse 2012 » Peter Rudl - Interview  
Allgemeine Zeitung 21.6.2012

Das Freilichtmuseum Bad Sobernheim ist Maler Peter Rudl zur liebgewordenen Heimstatt geworden

21.06.2012 - BAD SOBERNHEIM

Peter Rudl, der Künstler aus dem Freilichtmuseum, wird am 28. Juni 70 Jahre alt - und 70 Bilder zusammenzubringen, ist für den Maler kein Problem. Grund genug für die Odernheimer Galerie Jung, diese 70 Bilder ab 24. Juni zu zeigen. Rudl ist nicht nur Maler, Rudl ist eine Institution. Wo seine Hilfe benötigt wird, ist er da - wie am Waschbrett mit seinen „Waschbrett Wuzzies“. Wie aber kam Rudl nach Bad Sobernheim und vor allem, wie kommt jemand ins Freilichtmuseum?

Was trieb Sie nach Bad Sobernheim?

Ein Teil von mir war ja schon da. Nämlich die Blechspielzeugsammlung, die im Hause Dierbach zu besichtigen ist. Die hatte ich dem Freilichtmuseum überlassen. Da hatte der damalige Museumsleiter Klaus Freckmann die Idee, dass ich bei Besuchen ja auch mal übernachten könne. So gab eins das andere.



Und haben Sie diesen Schritt schon bereut?

Nein, die Ruhe ist einzigartig - aber andererseits ist das Museum lebendiger, als man glauben könnte. Auch bin meiner Lebensgefährtin Renate Möhler dankbar, dass sie mein Leben hier mit mir teilt. Aber da sind auch noch die Mitarbeiter und Helfer und ganz besonders mein hilfsbereiter Mitmitbewohner im Museum, Karl-Heinz Kindgen.



Und zum anderen?

Zum anderen ist das Museum tägliche Inspiration. Hinter den Mauern seiner Häuser lauern all die darin gelebten Geschichten. Die wollen bewahrt und gestaltet sein. Und das alles strahlt eine Ruhe aus, bei der man so richtig zu sich selbst kommen kann.



Und das geschieht in der Malerei?

Ja, hauptsächlich. Es ist zwar keineswegs meine einzige Leidenschaft, aber doch Zentrum meines Ausdrucks.



Das Malen hat also nicht erst im Alter begonnen?

Nein, das hat mich mein Leben lang begleitet. In unserer Schule sollte ein Theaterstück aufgeführt werden. Da war ich zwölf. Es fehlten die Kulissen. Ich bin mit dem Lehrer losgezogen, habe Farbtüten gekauft und habe die Kulissen gemalt. Das war das erste Mal, dass jemand mein Talent bemerkt hat.



Aber nicht das letzte Mal!

Nein, ich hatte das Glück, noch in jungen Jahren Künstler wie Willi Hofferberth und Karl Heinz Schnabel kennenlernen und vor allem von ihnen lernen zu dürfen. Aber selbstverständlich musste ich in meinem Beruf als Werbegestalter diese Talente auch haben. Auch die Drucktechniken müssen beherrscht werden. Vielseitigkeit ist wichtig.



Die sie ja haben! Sie haben ja sogar mal eine Modekollektion kreiert!

Ja, das war toll. Ich hatte da durch Zufall die Assistentin von Hans-Joachim Kulenkampff kennengelernt. Die konnte ich überreden, die Kollektion vorzuführen.



Und jetzt die Ausstellung?

Nirgends gebe ich von mir so viel preis, wie in meiner Malerei. Man muss Höhen und Tiefen durchlebt haben, anders kann man nicht kreativ bleiben. Wer sein gesamtes Leben im Foyer des Sheraton gesessen hat, wird kein Künstler.



Den Bildern gemeinsam bleibt eine expressive Farbigkeit.

Ja, aber das kann man in der Ausstellung bestens nachvollziehen.



Und da ist noch die Taube, die in ihren Bildern oft auftaucht.

Mir hat der Darmstädter Pfarrer Hildebrandt einmal gesagt, meine Bilder wirkten zu depressiv. Aber bei aller Auseinandersetzung zum Beispiel mit der Passion Christi ist es doch nicht Hoffnungslosigkeit, die ich ausdrücken will. Es sind Tiefen, auch Abgründe, aber keine Hoffnungslosigkeit - da war die Taube eigentlich genau das, was mir fehlte.



Also haben Sie in Bad Sobernheim so etwas wie Heimat gefunden.

Sicher, ich bin hier so liebevoll aufgenommen worden. Da will ich doch auch etwas zurückgeben.



Das Interview führte Wilhelm Meyer.

 

Das Freilichtmuseum Bad Sobernheim ist Maler Peter Rudl zur liebgewordenen Heimstatt geworden

21.06.2012 - BAD SOBERNHEIM

Peter Rudl, der Künstler aus dem Freilichtmuseum, wird am 28. Juni 70 Jahre alt - und 70 Bilder zusammenzubringen, ist für den Maler kein Problem. Grund genug für die Odernheimer Galerie Jung, diese 70 Bilder ab 24. Juni zu zeigen. Rudl ist nicht nur Maler, Rudl ist eine Institution. Wo seine Hilfe benötigt wird, ist er da - wie am Waschbrett mit seinen „Waschbrett Wuzzies“. Wie aber kam Rudl nach Bad Sobernheim und vor allem, wie kommt jemand ins Freilichtmuseum?

Was trieb Sie nach Bad Sobernheim?

Ein Teil von mir war ja schon da. Nämlich die Blechspielzeugsammlung, die im Hause Dierbach zu besichtigen ist. Die hatte ich dem Freilichtmuseum überlassen. Da hatte der damalige Museumsleiter Klaus Freckmann die Idee, dass ich bei Besuchen ja auch mal übernachten könne. So gab eins das andere.



Und haben Sie diesen Schritt schon bereut?

Nein, die Ruhe ist einzigartig - aber andererseits ist das Museum lebendiger, als man glauben könnte. Auch bin meiner Lebensgefährtin Renate Möhler dankbar, dass sie mein Leben hier mit mir teilt. Aber da sind auch noch die Mitarbeiter und Helfer und ganz besonders mein hilfsbereiter Mitmitbewohner im Museum, Karl-Heinz Kindgen.



Und zum anderen?

Zum anderen ist das Museum tägliche Inspiration. Hinter den Mauern seiner Häuser lauern all die darin gelebten Geschichten. Die wollen bewahrt und gestaltet sein. Und das alles strahlt eine Ruhe aus, bei der man so richtig zu sich selbst kommen kann.



Und das geschieht in der Malerei?

Ja, hauptsächlich. Es ist zwar keineswegs meine einzige Leidenschaft, aber doch Zentrum meines Ausdrucks.



Das Malen hat also nicht erst im Alter begonnen?

Nein, das hat mich mein Leben lang begleitet. In unserer Schule sollte ein Theaterstück aufgeführt werden. Da war ich zwölf. Es fehlten die Kulissen. Ich bin mit dem Lehrer losgezogen, habe Farbtüten gekauft und habe die Kulissen gemalt. Das war das erste Mal, dass jemand mein Talent bemerkt hat.



Aber nicht das letzte Mal!

Nein, ich hatte das Glück, noch in jungen Jahren Künstler wie Willi Hofferberth und Karl Heinz Schnabel kennenlernen und vor allem von ihnen lernen zu dürfen. Aber selbstverständlich musste ich in meinem Beruf als Werbegestalter diese Talente auch haben. Auch die Drucktechniken müssen beherrscht werden. Vielseitigkeit ist wichtig.



Die sie ja haben! Sie haben ja sogar mal eine Modekollektion kreiert!

Ja, das war toll. Ich hatte da durch Zufall die Assistentin von Hans-Joachim Kulenkampff kennengelernt. Die konnte ich überreden, die Kollektion vorzuführen.



Und jetzt die Ausstellung?

Nirgends gebe ich von mir so viel preis, wie in meiner Malerei. Man muss Höhen und Tiefen durchlebt haben, anders kann man nicht kreativ bleiben. Wer sein gesamtes Leben im Foyer des Sheraton gesessen hat, wird kein Künstler.



Den Bildern gemeinsam bleibt eine expressive Farbigkeit.

Ja, aber das kann man in der Ausstellung bestens nachvollziehen.



Und da ist noch die Taube, die in ihren Bildern oft auftaucht.

Mir hat der Darmstädter Pfarrer Hildebrandt einmal gesagt, meine Bilder wirkten zu depressiv. Aber bei aller Auseinandersetzung zum Beispiel mit der Passion Christi ist es doch nicht Hoffnungslosigkeit, die ich ausdrücken will. Es sind Tiefen, auch Abgründe, aber keine Hoffnungslosigkeit - da war die Taube eigentlich genau das, was mir fehlte.



Also haben Sie in Bad Sobernheim so etwas wie Heimat gefunden.

Sicher, ich bin hier so liebevoll aufgenommen worden. Da will ich doch auch etwas zurückgeben.



Das Interview führte Wilhelm Meyer.

 

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